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Emma bekommt unerwünschte Mitbewohner
Aus: Maja von Vogel, Alle lieben Emma
"Müssen wir etwa ausziehen?", fragte ich und sah Mama entsetzt an.
Zum Glück schüttelte sie sofort den Kopf.
"Nein, nein, so schlimm ist es nun auch wieder nicht. Und damit es auch nicht so weit kommt, habe ich mir etwas überlegt. Was haltet ihr davon, wenn Gesa und Mona bei uns einziehen?"
"Waaas???", rief ich.
Erst dachte ich, Mama hätte vielleicht einen Witz gemacht. Sie konnte doch nicht wirklich wollen, dass Gesa und ihre blöde Tochter Mona bei uns einzogen! Aber sie schien es völlig ernst zu meinen. Erwartungsvoll sah sie Tim, Klaus und mich an.
Da meine Brüder mal wieder den Mund nicht aufkriegten und es mir ausnahmsweise auch die Sprache verschlagen hatte, erklärte Mama uns schließlich, wie sie sich die ganze Sache vorgestellt hatte.
"Gesa würde natürlich Miete bezahlen, sodass wir die größten Geldsorgen erst einmal los wären. Außerdem könnte es doch ganz lustig werden, hier so eine Art WG zu eröffnen. Damals, während des Studiums, habe ich immer in WGs gewohnt. Was haben wir da für einen Spaß gehabt …"
Ich hatte mich inzwischen von dem allerersten Schreck erholt und sagte schnell: "Also, ich bin total dagegen. Wir haben doch gar nicht genug Platz. Außerdem können nicht einfach wildfremde Leute bei uns einziehen. Und überhaupt: Wahrscheinlich will Gesa sowieso nicht hier wohnen. Sie sagt doch immer, dass in Tupfingen der Hund begraben ist."
"Ich hab schon mit Gesa gesprochen", erklärte Mama. "Sie wäre sehr froh, wenn sie mit Mona eine Weile hier wohnen könnte, weil sie demnächst sowieso aus ihrer Wohnung raus muss. Der Vermieter hat ihr wegen Eigenbedarf gekündigt und sie hat noch nichts Neues gefunden. Das mit dem Platz kriegen wir schon irgendwie hin. Dann müssen wir eben alle ein bisschen zusammenrücken. Außerdem wäre es ja auch erst mal nur für die Sommerferien. Zur Probe, sozusagen. Und wildfremde Leute sind die beiden nun wirklich nicht, Emma. Du kennst sie doch schon fast dein ganzes Leben lang."
Das war allerdings richtig. Und genau deswegen wollte ich auf keinen Fall, dass sie bei uns einzogen.
So ein Mist! Emmas Mutter verkündet, dass sie eine Wohngemeinschaft mit ihrer Freundin Gesa und deren Tochter Mona plant. Emma kann es nicht fassen: Soll sie ihr Zimmer etwa mit der blöden "Nebelkrähe" Mona teilen? Niemals! Als ihr Zwillingsbruder Tim sich dann auch noch mit Mona anfreundet, reicht es Emma!

